Daniel Kentrup

Mein Name ist Daniel Kentrup, ich bin 30 Jahre alt. Bereits in meiner Jugend wurde mir klar, welchen beruflichen Weg ich einschlagen möchte: die Altenpflege.
Schon damals ahnte ich, dass ich in diesem Beruf nicht nur einen Beruf, sondern eine wahre Berufung finden würde.

In der Schulzeit absolvierte ich verschiedene Praktika, wobei ich am liebsten in Pflegeheimen arbeitete. Leider war es damals nicht möglich, alle Praktika in diesem Bereich zu machen, sodass ich auch andere Berufe kennenlernen durfte. Diese Erfahrungen bestätigten jedoch nur eines, die Altenpflege war das Richtige für mich. Besonders ein sechswöchiges Praktikum in einem Pflegeheim hat mich nachhaltig geprägt. Die Zusammenarbeit mit den Bewohner:innen und im Team hat mich so begeistert, dass ich fest entschlossen war, eine Ausbildung zum Altenpfleger zu beginnen.

Zunächst entschied ich mich jedoch, mein Fachabitur im Bereich Sozialwesen zu machen. Währenddessen hatte ich die Möglichkeit, ein Jahrespraktikum in einem Pflegeheim zu absolvieren. Diese Zeit war für mich sehr lehrreich, auch wenn ich oft ins kalte Wasser geworfen wurde. Rückblickend bin ich dafür dankbar, denn ich konnte in diesem Jahr enorm viel lernen. Nach dem Praktikum arbeitete ich weiterhin neben der Schule im Pflegeheim, um die Verbindung zu den Bewohner:innen und dem Team nicht zu verlieren.

Mit 18 Jahren begann ich meine Ausbildung zum Altenpfleger, auf die ich so lange hingefiebert hatte. Während dieser Zeit konnte ich meine Stärken unter Beweis stellen, ein ruhiges Gemüt, Flexibilität, Einsatzbereitschaft, Fachlichkeit und Professionalität. Diese Eigenschaften spiegelten sich auch in den positiven Bewertungen meiner Arbeit wider. Obwohl ich manchmal unterschätzt wurde, gelang es mir immer wieder, mit meiner Leistung zu überzeugen.

Während meiner Ausbildung lernte ich das Konzept der ambulant betreuten Demenz-Wohngemeinschaften kennen und war sofort begeistert. So war für mich klar, dass ich dort nach meiner Ausbildung arbeiten möchte.

Zwei Jahre arbeitete ich nach meiner Ausbildung in einer solchen Wohngemeinschaft und erkannte, wie sehr sich diese Form der Pflege von der klassischen Heimpflege unterscheidet. Hier konnte ich den Bewohnerinnen die Zeit und Aufmerksamkeit schenken, die sie benötigten. Besonders Menschen mit Demenz profitieren von dieser individuellen Betreuung. Ich hatte die Möglichkeit, auf nonverbale Signale zu achten, Erkrankungen wie Harnwegsinfekte frühzeitig zu erkennen und einfach zuzuhören – etwas, das im Pflegeheim oft nicht in diesem Umfang möglich war.

Diese Erfahrungen weckten in mir den Wunsch, selbstständig im Bereich der Demenz-Wohngemeinschaften tätig zu werden. Um dieses Ziel zu erreichen, begann ich ein berufsbegleitendes Studium im Bereich Gesundheits- und Pflegemanagement an der EvH in Bochum. Parallel dazu arbeitete ich weiterhin in der Wohngemeinschaft, wo meine Vorgesetzten bald mein Potenzial im Bereich Mitarbeiterführung und Organisation erkannten. Ich unterstützte die Pflegedienstleitung im Büro und übernahm zunehmend organisatorische Aufgaben.

Nach Abschluss meines Studiums stieg ich in Vollzeit ins Management ein und leitete gemeinsam mit einer weiteren Pflegedienstleitung ein Team von etwa 80 Mitarbeitern sowie 39 Bewohner:innen in fünf Wohngemeinschaften. In dieser Zeit stellte ich fest, wie sehr mir die Führung von Mitarbeitenden, die Organisation und die Verwaltung liegen. Trotz aller Herausforderungen hat mir diese Aufgabe immer große Freude bereitet.

Nun möchte ich den nächsten Schritt wagen und meinen Traum verwirklichen, die Eröffnung eines ambulanten Pflegedienstes mit angeschlossenen Demenz-Wohngemeinschaften. Der Zuspruch meines Teams und meines Umfelds bestärkt mich in diesem Vorhaben. Es macht mich stolz zu wissen, dass ich immer wieder die Vorurteile und Unterschätzungen, die mir begegneten, widerlegen konnte. Diese Erfahrungen haben mich stärker gemacht und mich auf die Zukunft vorbereitet.

Zusammengefasst zeichne ich mich durch ein hohes Maß an Verantwortungsbewusstsein und Zuverlässigkeit aus und bewahre auch in herausfordernden Situationen Ruhe und Besonnenheit. Dank meiner umfangreichen Erfahrung in der Leitung großer Teams und des kontinuierlichen Feedbacks kann ich eine kompetente und sichere Führung von Mitarbeitenden gewährleisten. In Kombination mit meinem pflegerischen sowie organisatorischen und managementbezogenen Wissen aus meinem Studium und meinem unbedingten Willen, mit dem Pflegedienst erfolgreich durchzustarten, bin ich bestens darauf vorbereitet, einen Pflegedienst und Wohngemeinschaften zu gründen. Gemeinsam mit Investoren möchte ich innovative Konzepte entwickeln, um eine bessere Versorgung von Menschen mit Demenz zu ermöglichen und nachhaltig zu gestalten.